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Ein Apfelbäumchen für die Zukunft

Gemeinsame Pflanzung anlässlich des Lutherjahres

Gemeinsam pflanzten die drei evangelischen Kirchengemeinden der Freiberger Ortsteile Heutingsheim, Beihingen und Geisingen jetzt anlässlich des Lutherjahres und zum Andenken an den Reformator zwei Apfelbäumchen. Unterstützt und finanziert wurde die Pflanzung der Bäume mit Gedenktafeln von der Stadt Freiberg a. N. und dem BUND Stadtverband Freiberg a. N., welcher die Pflanzungen initiierte. 

Dem Reformator Martin Luther wird der Satz zugeschrieben: „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.
Auch 500 Jahre nach Luthers Reformation ist die Weltlage durch zahlreiche Kriege, Terrorismus, Vertreibungen, Elendsmigration und globale Umweltzerstörung gekennzeichnet. Der Satz des Reformators erlangt dadurch eine aktuelle Bedeutung. Er zeigt tiefes Gottvertrauen und steht für eine trotzige Zuversicht: Die Welt mag untergehen, aber ich glaube trotzdem an eine Zukunft!
Diese Zuversicht leitet auch den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Der BUND Stadtverband Freiberg a. N. griff den Satz und Luthers Symbolik auf und organisierte gemeinsam mit den drei evangelischen Kirchengemeinden und der Stadt Freiberg a. N. die Pflanzung von Gedenkbäumen zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation.

In Anwesenheit von Bürgermeister Dirk Schaible, Pfarrerin Beate Schneider sowie Gemeinde- und BUND-Mitgliedern pflanzten die Beteiligten ein „Apfelbäumchen“ auf dem alten Friedhof Heutingsheim neben der Kirche Simon und Judas. Der Baum stammt aus einem Sortenerhaltungsprojekt des BUND und vereinigt fünf bewährte Apfelsorten aus Freiberg auf seiner Krone, welche der Umweltverband vor dem Verschwinden rettete und durch die Baumschule Müller in Poppenweiler veredeln und anziehen ließ.  

Bürgermeister Dirk Schaible lobte die Initiative und freute sich über das gemeinsame Projekt und die gute Idee, das Lutherwort zum Wohle Freibergs in die Tat umzusetzen.
Pfarrerin Beate Schneider erläuterte die Bedeutung, in einer Welt mit vielen Zukunftsängsten an die Glaubenshoffnung Martin Luthers anzuknüpfen und ein Apfelbäumchen zu pflanzen. Der Apfelbaum, unter dessen Zweigen einmal Kinder spielen und seine Früchte essen werden, ist ein Zeichen gegen Resignation. Es ermutigt, mit Gottvertrauen für eine menschenwürdige Zukunft einzutreten und gute Absichten auch in die Tat umzusetzen.
Auch die Amandusgemeinde pflanzte gemeinsam mit ihrem Pfarrer Andreas Bührer und Konfirmanden sowie Gemeindemitgliedern vor der Amanduskirche in Beihingen einen Apfelbaum.  

Der Vorsitzende des Umweltverbandes, Conrad Fink bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Kooperation und bei den Stadtgärtnern für die Vorbereitung der Pflanzung.